17. und 18.06.2020 in Hamburg
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Gefragte Kompetenzen im Einkauf der Zukunft - Philipp Rathgeber, HOYER

Procurement Update: Herr Rathgeber, vielen Dank, dass Sie beim Procurement Summit 2019 in Hamburg dabei waren. Wie war Ihr Eindruck von der Veranstaltung. Hat das Event Ihre Erwartungen erfüllt?

Philipp Rathgeber: Ja, meine Erwartungen wurden voll erfüllt. Von der Veranstaltung hatte ich einen sehr positiven Eindruck. Ein sehr professionelles Organisationsteam, dass zu jeder Zeit und bei der ganzen Abwicklung eine professionelle Ruhe und Unaufgeregtheit gezeigt hat und für ein reibungsloses Event gesorgt hat. Eine ausgewogene und spannende Agenda, bei der man (leider) schon gezwungen war Entscheidungen zu treffen, wenn interessante Themen parallel liefen.


PU: Haben Sie andere Einkaufsleiter oder sonstige Teilnehmer auf dem Event kennengelernt, die Sie noch nicht kannten, also auch Ihr Netzwerk voranbringen können?

Rathgeber: Absolut. Nun hatte ich das Glück durch die Vorgespräche mit den Panel Teilnehmern in eine gute Verknüpfung und einen hervorragenden Austausch zu kommen.

Aber es war auch gut bekannte Gesichter zu sehen und sich da noch mal kurz auszutauschen.


PU: Sie haben bei uns auf dem Panel zur Digitalisierung im Einkauf gesprochen. Haben Sie dort irgendwelche interessanten Erkenntnisse mitgenommen? Gibt es Herausforderungen, die Sie in Ihrem Haus haben, die auch bei anderen vorhanden sind?

Rathgeber: In dem Panel gab es sehr interessante Erkenntnisse, die aus der guten Auswahl der Teilnehmer in Bezug auf die Firmengröße kamen. Daraus resultiert m. E. die Bandbreite der Herausforderungen. Konzerne (A-B Inbev, Airbus, etc.) haben andere Philosophien das Thema Digitalisierung zu „erschlagen“ als SME’s, die naturgemäß kleinere Budgets zur Verfügung haben, diese aber flexibler einsetzen können. Es wurde auch offenkundig, dass das Thema Change unabhängig von der Firmengröße eine enorme Relevanz hat und nur mit dezidierten, offenen Kommunikationsstrategien bewältig werden kann.


PU: Unser Lieblingsthema beim Procurement Summit ist auch in diesem Jahr wieder alles gewesen, was sich um Innovation und Digitalisierung dreht und die vielen neuen Chancen und Herausforderungen, die diese Themen mitbringen. Wie technologieaffin sind Sie persönlich und wie sehr ist es Hoyer bereits?

Rathgeber: Ich möchte mich selbst gern nicht nur als technologieaffin bezeichnen, sondern vielleicht sogar als „digital literate“. Es reicht ja eigentlich nicht sich für eine Technologie zu begeistern oder sie einzusetzen oder sie zu beherrschen. Für den mündigen Umgang mit der Technologie ist die genaue Abwägung von Einsatz und Nutzen entscheidend. Ein „digital literate“ kann folglich aus der Masse der Technologie-Angebote, dasjenige erkennen und besetzen, welches für ihn/sie einen tatsächlichen Nutzen in kurzer Zeit bringt.

Nach dieser Abgrenzung würde ich sagen ist die Firma HOYER sehr technologieaffin, in dem wir RPA Software einsetzen, smarte Tank und Logistik Technik verbauen und unsere Core ERP Software auf tiefstem Technik Level selbst programmieren. Allerdings ist die Herausforderung bei uns (wie offenbar bei vielen anderen auch), dass die extrem beanspruchte Ressource der internen IT Experten und der generelle Fokus der IT auf Security Aspekte, eine agilere Auswahl und Entwicklung von Digitalisierungslösungen teilweise hemmt.

Philipp Rathgeber, HOYER

Philipp Rathgeber
HOYER
philipp.rathgeber@hoyer-group.com