17. und 18.06.2020 in Hamburg
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"Der Procurement Summit soll die neue Leitmesse in Deutschland werden" - Thomas Promny, Procurement Summit

Thomas Promny, Procurement Summit

"Der Procurement Summit soll die neue Leitmesse in Deutschland werden" - Veranstalter Thomas Promny im Interview

Thomas Promny, Gründer und Veranstalter des Procurement Summit, im Interview mit uns über die Hintergründe und Ziele der neuen Veranstaltung. Seit 2018 veranstaltet er, mit einem kleinen Team in Hamburg, die neue Messe und Konferenz für den Einkauf.

UPDATE: Thomas, erzähl uns doch bitte erstmal, wie es dazu kam, dass ihr den neuen Procurement Summit ins Leben gerufen habt.

TP: Sehr gern. Wir sind tatsächlich alle ganz neu im Bereich Procurement. Aber mit Messen und Konferenzen kennen wir uns gut aus. Wir veranstalten seit zehn Jahren erfolgreiche Events im Online- und Digitalmarketing-Bereich, vor allem die "d3con", die weltgrößte Fachkonferenz für Programmatic Advertising und den "Online-Karrieretag", die größte Jobmesse der Digitalbranche.


UPDATE: Wie kommt man von dort aus auf das Thema Einkauf?

TP: Berechtigte Frage, so ganz nahe liegt das auf den ersten Blick nicht. Aber ich habe mich persönlich schon länger dafür interessiert und mich damit beschäftigt, wie man unseren eigenen Einkauf schlauer machen könnte. Wir kaufen als Veranstalter ja auch einiges ein, mieten Locations, beauftragen Bühnenbau, Catering und andere Gewerbe.

Und als ich mich umgeschaut habe, welche Events man zu dem Thema besuchen könnte, habe ich den Eindruck gewonnen, dass es in diesem Markt in Deutschland erstaunlich wenig Auswahl gibt.

Zu den anderen Themenbereichen, in denen wir Events machen, gibt es jede Woche mehrere größere Messen und Konferenzen in Deutschland. Beim Einkauf waren es nur einige wenige im ganzen Jahr.

Das hat mich motiviert, mir das Thema auch einmal aus der Perspektive anzuschauen.


UPDATE: Und dann habt ihr einfach beschlossen: Los geht's?

TP: Naja, ganz so einfach war es natürlich nicht. Tatsächlich haben wir noch gar nicht so viele verschiedene Formate gestartet. Und vorher noch nie eins, in dem wir uns als Team noch gar nicht auskannten. Aber nachdem wir mit einigen potenziellen Sponsoren, Speakern und Besuchern gesprochen und sehr gutes Feedback für die Idee bekommen haben, fiel dann im April 2018 der Entschluss, es im November des Jahres auszuprobieren.


UPDATE: Seid ihr mit dem Ergebnis zufrieden?

TP: Ja, ich denke der erste Procurement Summit war insgesamt sehr erfolgreich. Es waren 300 Besucher da. Das entsprach auch ungefähr unseren Erwartungen. Darunter waren viele CPOs und innovative Köpfe aus dem Einkauf von top Unternehmen - vom Mittelstand bis zum DAX.

Dieses Jahr rechnen wir bereits mit 500 Besuchern und das tolle Feedback unserer Gäste bestärkt uns darin, das Format weiterzuentwickeln.


UPDATE: Was wird sich in diesem Jahr verändern und weiterentwickeln?

TP: Der Messebereich ist stark gewachsen. Wir werden beim zweiten Procurement Summit im Juni viel mehr Aussteller als beim ersten Mal haben. Das kannten wir schon, dass insbesondere Aussteller häufig sehr skeptisch gegenüber neuen Events sind. Viele haben bestimmt auch schlechte Erfahrungen gemacht und Stände auf neuen Events gebucht, die es aber am Ende überhaupt nicht geschafft haben, relevante Besucher anzulocken.

Aber nachdem wir jetzt einmal gezeigt haben, dass der Procurement Summit in Hamburg super funktioniert und auch den Ausstellern Spaß macht, sehen wir im Messebereich das größte Wachstum. Sehr viele von denen, die im letzten Jahr noch skeptisch waren, haben jetzt einen Stand gebucht.

Außerdem haben wir, auf vielfachen Wunsch, einen - für den Anfang erstmal halben - zweiten Tag eingeführt. Viele unserer Gäste reisen aus Ingolstadt, Leipzig oder Würzburg an und wünschen sich nicht nur für einen Tag nach Hamburg zu kommen. Manchen reicht allerdings auch ein Tag, deswegen haben wir den Procurement Summit modular gemacht: Sie können als Besucher entweder ein normales Konferenzticket kaufen, wie auch schon im letzten Jahr. Damit haben Sie am Dienstag den 18.06. einen Tag lang das volle Programm aus Messe, Konferenz und Masterclasses.

Oder Sie buchen das VIP Ticket und haben dann zusätzlich am 17.06. noch einen halben Tag nur mit Masterclasses. Diese finden in einer relativ kleinen und elitären Runde, zusammen mit Experten und anderen Einkaufsleitern, statt.

Als dritte Option bieten wir seit Anfang April auch ein Messeticket für den 18.06. an. Dieses Ticket ist für Besucher, die ausschließlich die Messe besuchen und networken möchten. Das Bühnenprogramm bekommen sie dann allerdings nicht mit.


UPDATE: Was ist inhaltlich euer Ziel, was bringt mir der Besuch auf dem Procurement Summit?

TP: Ganz am Anfang war das lustigerweise uns selbst auch noch nicht klar. Aber dann haben wir in Gesprächen mit potenziellen Besuchern relativ schnell festgestellt, dass es ein Thema gibt, dass die Einkaufsabteilungen der unterschiedlichsten Branchen vereint: Alle arbeiten an der Digitalisierung, müssen ihre Prozesse modernisieren und suchen neue Technologien, mit denen sie agiler arbeiten können.

Also stellen wir dieses Thema in den Vordergrund und haben beispielsweise eine schlaue Runde geplant, in der führende Unternehmen ihre Digitalisierungserfahrungen schildern:

Dazu kommt, dass wir sehr stark daran glauben, dass unser Besucher, der Einkäufer, am liebsten echte Erfahrungen von anderen Einkäufern hören will. Den Salespitch eines Anbieters bekomme ich auch einfacher als Werbevideo auf dessen Webseite oder am Telefon, wenn ich das möchte.

Aber echte Erfahrungen von anderen Einkaufsleitern, die bestimmte Technologien oder Prozesse bei sich im Unternehmen eingeführt haben, die sind natürlich viel wertvoller für meine Entscheidungsfindung. Deswegen sind deutlich mehr als die Hälfte der Redner auf unseren Bühnen Einkäufer und Einkaufsleiter.

Natürlich machen wir auch unsere Aussteller und Sponsoren glücklich und sorgen dafür, dass sie mit den richtigen Besuchern ins Gespräch kommen. Aber der wichtigste Kunde ist für uns immer der Einkäufer. Denn wenn der nicht glücklich ist und nicht wiederkommt, dann nützen uns auch viele tolle Aussteller in einer leeren Halle nichts.


UPDATE: Was unterscheidet euch sonst noch von den anderen Events, die es für den Einkauf in Deutschland gibt?

TP: Grundsätzlich sind wir eine Fachkonferenz und Messe. Da haben wir die Welt nicht völlig neu erfunden. Aber wir bekommen für die konkrete Umsetzung von unseren Besuchern sehr viel positives Feedback. Die meisten finden, dass der Procurement Summit im Vergleich zu anderen Events deutlich moderner und jünger ist. Jung ist natürlich nicht nur ein positives Argument für ein B2B-Event. Da braucht man auch grauhaarige Entscheider – klar. Die haben wir auch, aber wir glauben auch daran, dass es gerade im Bereich der Digitalisierung heute auch deutlich jüngere Macher und Entscheider gibt. Im letzten Jahr hatten wir beispielsweise ein ganzes Team von Volkswagen auf dem Procurement Summit, die alle unter 40 waren und sich speziell um die Digitalisierung von Einkaufsprozessen im Konzern kümmern. Ich denke, ähnliches werden wir auch zukünftig immer mehr sehen und freuen uns auf diese Generation.

Darüber hinaus mag ich persönlich einfach keine Events, die in klassischen Konferenzhotels oder Messehallen stattfinden. Dort ist man den ganzen Tag lang eingesperrt und hat kaum Zugang zu Frischluft und Sonnenlicht. Das wollen wir auch besser machen. Deswegen findet der Procurement Summit im Millerntorstadion statt – dort spielt sonst der FC St. Pauli:


UPDATE: Das ist tatsächlich ein ungewöhnlicher Ausblick für ein Business-Event.

Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg mit dem Procurement Summit!

TP: Danke ebenfalls. Wer sich jetzt für unser Event interessiert, darf sich gern auf ProcurementSummit.de/anmeldung ein Ticket besorgen.

Thomas Promny, Procurement Summit

Thomas Promny
Procurement Summit
info@procurementsummit.de